Wie erkennen Sie eine Tachometer Manipulation?

Die Polizei bestätigt: Bei etwa einem Drittel aller Gebrauchtfahrzeuge in Deutschland muss mit der Manipulation des Kilometerstandes gerechnet werden. Dieser Tatsache sollten Sie als Käufer ausgesprochen kritisch gegenüber stehen, denn der veränderte Kilometerstand lässt sich kaum nachweisen, da sie zumeist über die Diagnose-Schnittstelle des Fahrzeugs ausgeführt wird. Die Manipulationen sind schnell, einfach und günstig zu haben, erfüllen jedoch den Tatbestand des Betruges und können somit strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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Unerfahrenen und technisch nicht versierten Käufern bleibt nur die Möglichkeit der peniblen Kontrolle während der Fahrzeugbesichtigung. Dabei wäre festzustellen, ob der Erscheinungszustand des Fahrzeuges zur angegebenen Kilometerleistung passt. Zu prüfende Bereiche wären beispielsweise abgegriffene Lenkräder, Schalter oder Pedalerie, der Zustand der verbauten Sitze, Reifen, der Verkleidungen oder etwa der Lackoberfläche. Auch der kritische Blick in die Fahrzeugpapiere oder auf im Motorraum angebrachte Ölwechselanhänger könnten Hinweise auf eine eventuelle Tachometer Manipulation ergeben. Nachhaken ließe sich auch bei Kfz.-Werkstätten, die im Inspektionsheft aufgeführt sind. Und auch der Gang zu einem Kfz.-Gutachter könnte sich lohnen. Das Risiko ließe sich weiter minimieren, wenn der Verkäufer Ihnen möglichst viele Belege mit Tachometerstandangaben vorlegen kann, etwa TÜV-Berichte, Reparatur- oder Werkstattrechnungen.

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