Schwacke – Fahrzeugbewertung im Test

Der Branchenprimus Schwacke mit unserem Testfahrzeug untersucht:

Um es gleich vorweg zu sagen: Die Fahrzeugbewertung von Schwacke hat sich ein großes Lob verdient. Die Eingabemaske auf der Homepage ist zentral platziert. Sofern eine detaillierte Ausstattungsliste des Fahrzeugs zur Hand ist, sollte man die Bewertung „Mit Fahrzeugschein“ wählen und den Anweisungen folgen, die visuell und durch entsprechende Hilfe-Texte ergänzt sind. Die Schwacke-Datenbank reagiert prompt, die Eingabe der Sonderausstattung ist übersichtlich gegliedert und einfach zu bedienen.
Für die Bezahlung stehen alle gängigen Methoden inklusive PapyPal oder Kreditkarte zur Verfügung. Empfehlenswert ist die Zahlung per Telefonrechnung mit einem Anruf aus dem deutschen Festnetz. Das geht schnell, einfach und garantiert ohne Warteschleife. Sobald die Abbuchung bestätigt ist, erscheint innerhalb weniger Sekunden das Bewertungsergebnis, unterteilt in Händlereinkauf- und Händlerverkaufspreis, inklusive Mehrwertsteuer und unter Berücksichtigung der angekreuzten Sonderausstattung. Positiv: Der Bewertungsbericht kann ausgedruckt, auf dem Rechner gespeichert oder als E-Mail versendet werden. Sparen kann man sich die Kosten übrigens durch Eingabe einer Gutschein-Nummer, sofern sie vorhanden und griffbereit ist. Nicht abgefragt oder anzukreuzen sind Angaben wie Unfallfreiheit, relevante Schäden oder Scheckheftpflege. Gut gelöst: Eine Gebrauchtwagenanalyse lässt sich auch als Zukunfts- oder Stichtagbewertung abrufen!

Fazit:

Das Preis-/ Leistungsverhältnis entzieht sich zwar einer neutralen Wertung. Die Kosten in Höhe von 7,90 erscheinen aber angemessen. Der Branchenprimus Schwacke kann damit uneingeschränkt empfohlen werden und verdient sich mit seinem Service die Note „sehr gut“.

Die Schwacke-Liste – eine Erfolgsgeschichte der automobilen Art

Autohändler, Leasinggesellschaften, Werkstätten, professionelle und private Autoverkäufer und -käufer, Banken und Versicherungen, die Medienlandschaft im Umfeld der Automobilindustrie und nicht zuletzt die Gilde der Gutachter, Kfz.-Sachverständigen, Rechtsanwälten oder Steuerberatern – sie alle zählen zum Kundenkreis der Unternehmung EurotaxGlass`s Gruppe mit Sitz im schweizerischen Freienbach. Rund 700 Mitarbeiter arbeiten Tag für Tag an der Schwacke-Liste, die jeweils im 4-Wochen-Turnus neu aufgelegt wird. Ihr Ziel ist die mathematisch möglichst exakte Berechnung von Gebrauchtwagenpreisen, die sich auf die marktgerechte Kombination von „Angebot und Nachfrage“ beziehen. Die Schwacke-Datenbanken und –listen gelten heute mehr denn je als Bibel des Gebrauchtwagenhandels, umfassen mehr als 30.000 PKW-, Geländewagen- und Transporter-Modelle, ergänzt um über zehn Millionen Serien- und Sonderausstattungsmerkmale.

„Hinter jeder klugen Idee steckt ein schlauer Kopf.“

Die Erfolgsgeschichte beginnt 1957 mit der Unternehmensgründung als Verlag durch den Frankfurter Autohändler Hanns W. Schwacke. Sein erster „Marktbericht für Gebrauchtwagen“ wird veröffentlicht, er passt genau auf eine DIN-A4-Seite und beschreibt rund 40 Fahrzeuge, was sich im Laufe der Zeit allerdings nachhaltig ändert. Heute umfasst das Kompendium die Daten und Fakten von monatlich rund 700.000 ausgewerteten Autoanzeigen, zusammengetragen aus sämtlichen Medien, Reporten oder Kfz.-Börsen. Zusätzlich fließen die Informationen der Händler mit ein, die Schwacke regelmäßig mit marktrelevanten Fakten, beispielsweise zur regionalen Marktsituation und Wertermittlung, versorgen. Berücksichtigt werden dann noch statistische Analysen über Neuzulassungen und Besitzstandsumschreibungen der Zulassungsstellen sowie Bestandszahlen und den durchschnittlichen Standzeiten von Gebrauchtwagen.
Für die Experten bei Schwacke ergeben sich aus diesen Daten zunächst sog. Mittelwerte für die verschiedenen Automodelle und –varianten. Was jetzt folgt, Expertenwissen und Erfahrung aus der Realität des Marktes insgesamt. Dabei geht es vor allem um die Beurteilung der regionalen Märkte, eventuelle Überangebote von bestimmten Autotypen und Fahrzeugklassen. Bevorstehende Modellwechsel werden ebenso interpretiert und eingerechnet, wie Zulassungsdaten, Laufleistungen und verschiedene Fahrzeugzustände. In der Schwacke-Liste erscheinen die Ergebnisse schlussendlich dann als sog. „durchschnittliche Modellvarianten“ mit durchschnittlichen Wertangaben zur Orientierung.

Korrekturtabellen der Schwacke Liste sind kostenlos

Für die Berechnung eines individuellen Gebrauchtwagenpreises sind in der Schwacke Liste kostenlose Korrekturtabellen eingearbeitet, die auf prozentualen Auf- oder Abschlägen für das jeweilige Fahrzeug basieren. Der genauere Gebrauchtwagenpreis ergibt sich somit aus den fahrzeugrelevanten Daten (Baujahr, Erstzulassung, Zahl der Besitzer, Modell, Motorisierung, Basisausstattung usw.) sowie der zuzuordnenden Zusatzausstattung (Klimaanlage, Anhängerkupplung, Reling, Ledersitze usw.). Hohe Kilometer-Laufleistung oder etwa eine Zulassung am Jahresbeginn schlagen dann mit entsprechenden Abschlägen zu Buche.
Dieses Prinzip ist seit der ersten Schwacke-Liste im Grunde genommen gleich geblieben. Bereits in früher Zeit empfahl Hanns W. Schwacke den Händlerkollegen für das Radio einen Zuschlag von 120, für eine Heizung 100, fürs Doppeltonhorn 50 und für verbaute Weißwandreifen von 80 Mark!

Warum ist die Schwacke-Liste nicht kostenlos zu haben?

Die Frage müsste sich eigentlich erübrigen. Im Gegensatz zu etlichen Mitbewerbern stellt Schwacke eine kaum zu überbietende Datenmenge zur Verfügung, gilt als Allrounder und Dienstleister mit der Verbreitung automobiler Marktdaten, Analysen oder Softwarelösungen. Auch im Bereich der Restwertermittlung sowie der Schadenkalkulation auf Grund von Unfällen hat sich Schwacke einen Namen gemacht. Sogar bei der Analyse von Betriebskosten, an denen sich auch der private Endverbraucher orientieren kann, sind Teil des Schwacke-Portfolios. Daraus ergeben sich weitgehend neutrale und unabhängige Gebrauchtwagenberechnungen, die sich sogar als Zukunfts- oder Stichtagberechnung durchführen lässt. Aus diesen Fakten heraus ist der Preis in Höhe von 7,90 Euro für eine individuelle Fahrzeugbewertung durchaus angemessen.

Schwacke Liste kostenlos mit AutoScout24 vernetzt

Dass Schwacke längst im modernen Internet-Zeitalter angekommen ist, beweist unter anderem auch die Kooperation mit einer der führenden online-Börsen, nämlich AutoScout24.de. Denn Märkte, Preise und Kosten für die automobile Welt sind in ständiger Bewegung. Um die wertbildenden Faktoren für eine möglichst exakte Gebrauchtwagenbewertung weiter zu stabilisieren, durchsucht der „SchwackeNet WebMonitor“ konstant die wichtigsten online-Angebote von AutoScout.de, mobile.de sowie von pkw.de. nach vergleichbaren Fahrzeugen und ermittelt auch aus diesen Ergebnissen aktuelle Tageswerte. Der Gegenseite, also dem Autohandel, stellt Schwacke den entsprechenden Schwacke „BörsenSpiegel“ zur Verfügung. Und der „SchwackeNet SchadenManager“ gilt als innovatives, onlinebasierende Programm zur Schadenbearbeitung, was im Fall der Fälle wiederrum dem Kunden bei der schnellen Unfallabwicklung hilfreich sein dürfte. Was die Schwacke Liste angeht – die gibt es seit jüngster Zeit auch als eBook mit allen wichtigen Suchfunktionen, Trefferlisten und interaktivem Inhaltsverzeichnis. Damit ist die Verbindung zum mobilen Tablet hergestellt, die Schwacke Liste jederzeit griffbereit.

Kurz gesagt

Die Schwacke Liste ist und bleibt das Nonplusultra des Gebrauchtwagenmarktes. Wer ein gebrauchtes Fahrzeug verkaufen oder kaufen möchte, findet bei Schwacke die Antwort auf die Frage: „Welchen Preis kann ich verlangen oder zahlen?“ Die Bewertungen sind neutral und unabhängig, berücksichtigen ergänzend eine Vielzahl an zusätzlichen Daten zum Fahrzeug und dem aktuellen Marktgeschehen. Nicht umsonst gilt das Unternehmen als Branchenführer und innovativer Ratgeber rund um das Automobil.

Kommentieren des Beitrags Schwacke – Fahrzeugbewertung im Test