TÜV Nord – kostenlose Fahrzeugbewertung im Test

Das Preistool von tuev-nord.de mit unserem Testfahrzeug untersucht:

Dass der TÜV-Nord es lieber sähe, wenn Gebrauchtwagenverkäufer auf das Bewertungsangebot des „TÜV-Nord VertrauensCheck“ zurückgreifen und dafür bis 89,00 € zahlen, liegt in der Natur der Sache. Auf dem Weg zur kostenlosen online-Bewertung aber sind nicht weniger als ACHT Klicks notwendig. Und zwar in dieser Reihenfolge: Leistungen – Verkehr – Straße – Auto – Kauf + Verkauf – TÜV-Nord-VertrauensCheck – bis ans Textende weiterscrollen zur Online-Bewertung – Hier – Fahrzeugauswahl! Puuhh – geschafft! Und zum wiederholten Mal kommt als Schätzer der DAT zum Einsatz. Das Ergebnis ist der bereits bekannte Händlereinkaufspreis für den Fabia in Höhe von 3.232 Euro. Inklusive der üblichen Mehrwertsteuer und der Serienbereifung. Sonderausstattungen, TÜV-Plakette, Zustand des Autos, Checkheft, Vorbesitzer, Schäden? Alles Fehlanzeige. Also doch auf den zu vergütenden VertrauensCheck der TÜV-Profis zurückgreifen? Nun, diese Entscheidung muss jeder Verkäufer für sich alleine treffen. Geht es aber um das Thema Fahrzeugbewertung, müsste man dem TÜV in Bezug auf den langen Weg zum online-Check empfehlen, dass Portal selbst einmal dem IT-TÜV vorzuführen. Das Procedere jedenfalls ist langatmig und unnötig, die ergänzenden Informationen zur Thematik hingegen haben sich ein „sehr gut“ redlich verdient. Hier spürt und liest man eben die Kernkompetenzen der Fachleute. In Bezug zur kostenlosen Wertermittlung eines Gebrauchtwagens aber reicht es nur für ein „befriedigend“.

TÜV-Nord – wir machen die Autowelt sicherer

Dass der Slogan passt, weiß so gut wie jeder Autofahrer. Aber kaum jemand ahnt, dass die TÜV-Nord-Gruppe mit weit über 10.000 Mitarbeitern in aller Welt tätig ist: Europa, Asien, Afrika, Amerika – 70 Länder sind es genau. Und in allen werden Zertifizierungs-, Service- und Prüfprogramme angeboten sowie durchgeführt. Auch der Gebrauchtwagenverkäufer profitiert von den Kernkompetenzen der Fachleute, hinterlässt aber auch beim Käufer ein beruhigendes Gefühl, wenn er beispielsweise die frische TÜV-Plakette an seinem ins Auge gefassten neuen Gebrauchten vorfindet.

Ein paar Daten und Fakten können nicht schaden

Wer vermutet, der TÜV-Nord sei ein staatliches Unternehmen, der irrt. Bei der sog. TNG-Gruppe handelt es sich nämlich um eine privatwirtschaftliche, rechtlich selbstständige Unternehmung, ganz ohne Behördenstatus. Lediglich die Führerscheinprüfung versteht sich eine sog. „staatsentlastende“ Aufgabe des TÜV-Nord.
Die Ungebundenheit bei der Aufgabenbewältigung kommt unter anderem zustande, weil die Mitglieder der am TÜV-Nord beteiligten Vereine ( (TÜV NORD e.V. (36,1 %), RWTÜV e.V. (36,1 %) und TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt e.V. (27,8 %)) keinen Zugriff auf das Vereins- oder Konzern-Vermögen beanspruchen können. Im Gegenzug erhalten sie eine geringe Rendite, die Gewinne werden weitestgehend im Konzern reinvestiert und zur wirtschaftlichen Stärkung genutzt. Zusammengefasst darf also gesagt werden: „Der TÜV macht oder hält mobil!“ Auch wenn Sicherheit nicht unbegrenzt haltbar ist: Mit dem Hinweis „TÜV-geprüft“ ist der Gebrauchtwagenverkäufer auf der sicheren Seite. Der Stempel oder Statusbericht ist für ihn ein überzeugendes Qualitätsargument, dass im besten Falle langwierige Preisverhandlungen wesentlich zu verkürzen hilft. Und auch das „gute Gewissen“ beim Verkauf ist nicht zu unterschätzen.

Screenshot: tuev-nord.de

Screenshot: tuev-nord.de

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