Ergänzender Branchenbericht 2013

Kfz-Gewerbe mit dem Geschäftsverlauf 2013 zufrieden

Beim Rückblick auf das Jahr 2013 bestätigt sich der prognostizierte Trend, nach dem das Geschäft mit Neuwagen nicht nur stagnierte, sondern rückläufig war. Positive Signale hingegen setzte wiederholt der Gebrauchtwagenhandel, aber auch die Servicebetriebe zeigten sich mit der Jahresbilanz zufrieden, diese beiden Branchenbereiche konnten einmal mehr wieder gestiegene Umsätze vermelden. Am Ende des Jahres sorgte das Kfz-Gewerbe mit einem Gesamtumsatz von 138,6 Milliarden Euro für ein fast gleiches Ergebnis wie im Jahr 2012, das mit einem Volumen von 138,5 Milliarden Euro abgeschlossen wurde.

Rückläufige Neuwagengeschäfte

Die Neuwagenhändler hinken dem Erfolg hinterher und mussten 2013 ein Branchen-Minus von 4,6 Prozent hinnehmen. Ihre Umsätze sanken von 54,6 Milliarden Euro (2012) auf nur noch 52 Milliarden Euro, obwohl das Gewerbe bei den Hersteller- und herstellerinduzierten Zulassungen mit einem Plus von 29,7 Prozent ein neues Höchstniveau erreichten. Im Durchschnitt erzielten die Händler eine Rendite von rund 1,3 Prozent, bekamen aber den weiter zunehmenden Druck des Internethandels zu spüren. Auch wenn der Rückgang mit 0,1 Prozent zum Jahr 2012 nur marginal ausfiel, scheinen sich die stationären Betriebe auch künftig auf einen aggressiven Preiskampf einstellen zu müssen.

Gebrauchtwagenhandel im Aufwind

Branchenexperten konnte das Jahresergebnis nur wenig überraschen, ihre Prognosen zum Gebrauchtwagenhandel wurden bestätigt. Die Umsätze stiegen von 44,2 Milliarden Euro (2012) auf 46,1 Milliarden Euro. Damit war ein deutliches Plus von 4,2 Prozent zu verzeichnen, wobei die Servicebereiche nicht einmal eingerechnet sind. Deren Umsätze summierten sich auf 30,9 Milliarden Euro (+ 2,3 Prozent) über dem Ergebnis von 2012 mit 30,2 Milliarden Euro. Trotzdem gab es einige lange Gesichter, denn obwohl sich die Bruttogewinne stabil zeigten, konnten die Händler mit ihren Gewinnmargen nicht zufrieden sein. Insider schauen neidisch über den großen Teich. In den USA erzielten die Kollegen im Jahresdurchschnitt nämlich „Traumrenditen“ von 2,5 Prozent. Tendenz: steigend.
Optimistische Aussichten auf 2014
„Daumen hoch“, heißt es für die Branche, wenn es um die Geschäftsentwicklung des laufenden Jahres 2014 geht. Man sei optimistisch, lassen die Unternehmen unisono vermelden und bezieht sich dabei auf die konjunkturbedingten und wirtschaftlich positiven Rahmenbedingungen in Deutschland. Zu erwarten sei ein Anstieg im Neuwagengeschäft auf rund drei Millionen verkaufte Autos, im Gebrauchtwagenhandel rechne man aber eher mit Ergebnissen auf dem Niveau von 2013.
An den künftigen Ergebnissen arbeiten bundesweit laut Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) rund 38.500 Betriebe mit insgesamt rund 460.000 Mitarbeitern. Von dieser Zahl seien 17.500 Betriebe an ein bestimmtes Autofabrikat gebunden, die restlichen 21.000 Unternehmen seien den sog. freien Werkstätten zuzuordnen.

Internet-Handel baut Führungsanspruch weiter aus

Die Zahl der Autoverkäufer und –käufer, die ihren Neu- oder Gebrauchtwagen ausschließlich im Internet anbieten, suchen und kaufen, wächst beständig an. Haben die traditionellen, stationären Händler bei dieser Entwicklung das Nachsehen? Nicht ganz, denn auch diese Gewerbetreibenden nutzen alle Chancen, ihre Umsätze über Internet-Angebote anzukurbeln. Rund 40.000 Neuwagen kommen so an den Kunden, in den kommenden Jahren dürften sich die erfolgreichen Absatzbemühungen aber deutlich nach oben entwickeln. Wobei es nicht ausschließlich an den höheren Rabatten liegen kann, auf die die Kundschaft beim online-Händler setzt. Die Großen der Branche, allen voran etwa die Portale von mobile.de, AutoScout24, auto.de u.v.m, werden dem zunehmenden Druck des aggressiven Wettbewerbs standhalten und ihre Führungsrolle weiter ausbauen. Schon jetzt drängen immer mehr Internet-Händler mit ihren Angeboten ins europäische Ausland, erschließen sich auch jenseits der deutschen Grenzen neue Kundenkreise. Und doch wartet auf die Profis noch eine Menge Entwicklungsarbeit.

Service, nichts als Service ist gefragt

Die Ansprüche der Kunden steigen mit den Angeboten. Auch im Internet scheint sich das Wort von der „Servicewüste“ noch immer zu halten. Beim autos-blog.de-Test fiel beispielsweise negativ auf, dass so gut wie keines der beteiligten Unternehmen sich um den direkten Kontakte zum Interessenten oder Kunden bemüht. Live-Chats, die nur ein probates Kommunikationsmittel sein könnten, sucht man vergebens. Auch bei den Autobewertungen, bis auf wenige Ausnahmen kostenlos angeboten, gäbe es Nachholbedarf in Sachen Transparenz und der Möglichkeit zum Eintrag von Detailangaben zum Auto. Die Datenbank-Lösungen mögen zwar durch die Bank hindurch komplett sein. Aber alleine mit Angaben zum Wagentyp, der Erstzulassung und der gelaufenen Kilometer alleine kann eine marktkonforme Preisberechnung nicht gutgehen.
Dass die Internetanbieter einer umfassenden Bewertung aus dem Weg zu gehen scheinen, liegt am durchgängigen Prinzip, die Berechnung durch Kooperationspartner durchführen zu lassen. Selbst der ADAC, der über Jahrzehnte hinweg sämtliche Marktentwicklungen beobachtet, aufbereitet und erfasst, geht bei der kostenlosen Schätzung eines Gebrauchtwagenpreises den Weg über den DAT. Würden User als Vorbereitung ihrer Verkaufsabsicht einen ähnlichen Testlauf machen, wäre auch ihr Erstaunen darüber groß, wie unterschiedlich z.B. die DAT-Ergebnisse ausfallen. Eine bessere Lösung war nur bei autofokus24.de auszumachen. Hier unterteilte sich das Wertungsergebnis in einen Händlereinkaufspreis und in ein Angebot für den Gebrauchtwagenverkauf „Privat an Privat“.
Aus dem Rahmen fielen die Portale schwacke.de und AutoScout24. Beide Unternehmen agieren kundennah und punkten mit dem einfachen und klar strukturierten Handling ihrer Internet-Präsenzen. Und auch die Servicebereiche sind weitgehend ohne Fehl und Tadel. „Man fühlt sich als Kunde ernst genommen“, fasste der autos-blog.de-Tester seine Meinung zu diesen Unternehmen zusammen und vergab mit bestem Gewissen die Note „sehr gut“.

Kostenlos ist nicht gleich kostenlos

Das wirtschaftlich orientierte Unternehmen nicht ausschließlich von kostenlosen Angeboten leben (können), ist im Grunde legitim. Am Beispiel Schwacke, noch immer als Branchenprimus der Autobewertung für Gebrauchtwagen betitelt, kam sehr schnell das gute Gefühl, der Preis von 7,90 Euro für die Preisermittlung sei gut angelegt. Gute und nachvollziehbare Informationen zu dieser Thematik machten die Entscheidung leichter. Bei „wirkaufendeinauto.de“ wandelte sich das Bild. Zwar gibt es eine kostenlose Bewertung, im Vordergrund aber steht der Versuch des Unternehmens, den potentiellen Kunden möglichst schnell in einer der vielen Filialen zu locken, um seinen Wagen dort von Pofis bewerten zu lassen. Und dann dürfte sich das „kostenlos“ höchstwahrscheinlich in ein „Zur Kasse, bitte“ wandeln. Schlusslicht des Testlaufs aber war der TÜV-Nord. Warum sich die kostenlose DAT-Schätzung so weit in den Tiefen der Homepage befinden muss, kann kaum nachvollzogen werden. Beworben wird stattdessen lieber das Angebot, den Gebrauchten doch einem der Fachleute in der TÜV-Niederlassung vorzustellen. Auf der Rechnung tauchen dann bis zu 89 Euro auf, je nachdem, für welche Untersuchungsart der Kunde sich entscheidet. Da helfen auch die zahlreichen und gut aufgebauten Informationsseiten nicht mehr so recht weiter.

Zusätzliche Tipps und Hinweise

  • Sind Verkäufer und Fahrzeugbesitzer nicht identisch, sollten Sie auf Vorlage einer entsprechenden Verkaufsvollmacht sowie eines amtlichen Ausweispapieres (Personalausweis) bestehen. Notieren Sie unbedingt die wesentlichen Angaben für einen eventuell notwendigen Nachweis.
  • Eine detaillierte Beschreibung von Zusatzausstattungen und Fahrzeugzubehör gehört in den Kaufvertrag. Dieser muss unbedingt vollständig ausgefüllt werden, sog. Nebenabreden oder Zusagen des Verkäufers dürfen nicht fehlen. Achten Sie zudem auch auf rechtsgültige Unterschriften, unleserliche Abzeichnungen sollten Sie in ggf. in Blockschrift wiederholen.
  • Übernehmen Sie das Fahrzeug noch mit einer gültigen Zulassung? Achtung, als Käufer sind sie zu einer zeitnahen Ummeldung verpflichtet, Verzögern Sie diese Notwendigkeit, müssen Sie mit Rückforderungen (Prämiendifferenz) des Verkäufers oder dessen Versicherung rechnen. Außerdem gehen eventuelle Ordnungswidrigkeiten oder Verkehrsverstöße ab Fahrzeugübernahme stets zu Lasten des Käufers.

Verkauf „Privat an Privat“

Ist der Verkäufer eine Privatperson, wird er die Haftung i.d.R. gesetzeskonform durch diese oder eine ähnliche Formulierung ausschließen: „Das Fahrzeug wird unter Ausschluss der gesetzlichen Sachmängelhaftung verkauft.“ Im Fall der Fälle müssten Sie sonst das arglistige Verschweigen eines später auftretenden Mangels oder das Fehlen einer Fahrzeugeigenschaft nachweisen.

Ansonsten gilt:

  • Kein Fahrzeugkauf ohne Besichtigung, Probefahrt und möglichst sachliche Prüfung des Zustandes.
  • Teilen Sie dem Verkäufer vorab nicht bereits schriftlich mit, dass Sie sein Fahrzeug zu kaufen beabsichtigen. Bei diesem Hinweis handelt es sich nämlich bereits um ein Angebot auf den Kaufabschluss, den der Verkäufer lediglich annehmen müsste, ohne Ihnen das Fahrzeug bei einem Besichtigungstermin vorzustellen.
  • Fordert der Verkäufer eine Anzahlung von Ihnen, sollten Sie den Fahrzeugkauf ablehnen. Auch auf übereilte Kaufzusagen sollten Sie verzichten, überzeugen Sie sich stattdessen grundsätzlich von der Qualität des Angebots hinsichtlich Ihrer eigenen Vorstellungen.
  • Lassen Sie sich vom Verkäufer unbedingt alle Papiere des Fahrzeuges vorzeigen. Verlangen Sie beispielsweise eine Vollmacht, wenn der Verkäufer nicht mit dem in der Zulassungsbescheinigung II (ehem. Kfz.-Brief) übereinstimmt.
  • Prüfen Sie auch sämtliche Eintragungen (Anhängerkupplung, Umbauten, Fahrzeugtuning-Maßnahmen etc.) der Zulassungsbescheinigung Teil I. Diese Unterlage sichert u.a. auch zu, dass das Fahrzeug für den Verkehr zugelassen ist.
  • Das Inspektionsheft sollte lückenlos und vollständig sein. Prüfen Sie die Eintragungen auf Unstimmigkeiten, achten Sie auf Kilometerangaben. Damit lassen sich u.U. Rückschlüsse auf den angegebenen Tachostand ablesen.
  • Positiv zu bewerten wäre auch das Vorhandensein der Bedienungsanleitung. I.d.R. kann eine solche nachträglich kaum noch beschafft werden.
  • Kann Ihnen der Verkäufer TÜV-Berichte vorlegen? Diese müssen vom Halter bis zur nächsten Hauptuntersuchung nämlich aufbewahrt werden! Prüfen Sie die Eintragungen des TÜV gewissenhaft und achten Sie dabei auf Auffälligkeiten, gravierende oder leichte Mängel.
  • Bei hochwertigen Fahrzeugen wird der seriöse Privatverkäufer Ihren Wunsch nicht ablehnen, dass Fahrzeug auf Ihre Kosten einem Sachverständig vorzustellen.
  • Gibt es für den Gebrauchtwagen ein sog. COC-Papier (Certification of Conformity)? Mit dieser Unterlagen wird Ihnen bestätigt, dass der Wagen den gesetzlichen Vorschriften der EG-Typengenehmigung entspricht!
  • Werfen Sie einen Blick auf die TÜV-Plakette! So kontrollieren Sie, ob die Ablauffrist u.U. bereits überschritten wurde.

Gebrauchtwagen verkaufen und kaufen

Der Gebrauchtwagenhandel boomt, das Internet beflügelt den Trend zum häufigeren Autowechsel, unter anderem durch die Möglichkeit der schnellen Suche in entsprechenden www-Portalen. Die Haltezeiten des aktuellen Gebrauchtwagens werden immer kürzer, der Wunsch nach dem nächsten Auto wird durch das breite Marktangebot noch mehr angeheizt. Besonders auffallend ist die Gruppe der 18- bis 29-jährigen Autofahrer, ihr Anteil am Fahrzeugwechsel beträgt stolze 15 Prozent. Über alle Altersgruppen hinweg sorgt die weitgehend unkomplizierte Recherche nach dem passenden Fahrzeug für eine wesentlich schnelle Kaufentscheidung, die Zeitspanne liegt lediglich zwischen einer Woche und einem Monat. (Quelle: TNS Infratest, 2012)

fahrzeugzulassung

Neben dem Internet, den Fahrzeugbestand schätzen Experten auf über eine Million Angebote, bieten sich aber noch weitere Kaufplätze an, wenn es um den Traumwagen geht:

  • Tageszeitung: Der Anteil der Kleinanzeigen geht dank Internet kontinuierlich zurück. Ein Vorteil ist allerdings die zumeist regionale Nähe des Anbieters.
  • Internetversteigerung: Hier lassen sich zwar Schnäppchen realisieren. Und doch gilt der Kauf per Mausklick, nicht aussagefähigen Fotos und meist ohne vorherige Besichtigungsmöglichkeit, als riskant.
  • Regionale Automärkte: Oftmals nur Angebote im Niedrigpreis-Bereich. Privatverkäufer sind i.d.R. in der Minderzahl. Zur Begutachtung empfiehlt sich die Mitnahme eines technisch versierten Fachmanns.
  • Jahreswagen/Werksangehörige: Meist hohes Preisniveau, Top-Zustand der Fahrzeuge, aber begrenztes Angebot auf inländische Autohersteller.
  • Händler vor Ort: Gute Erreichbarkeit, aber begrenzte Angebotspalette. Das Risiko, auf Ladenhüter zu stoßen, die gar nicht mehr inseriert werden, ist groß.

Fahrzeugbesichtigung und Probefahrt nicht ohne Begleitung

Lassen Sie sich beim Kauf eines Gebrauchtwagens grundsätzlich nicht unter Zeitdruck setzen. Nehmen Sie zur Fahrzeugbesichtigung nach Möglichkeit immer eine Begleitperson sowie eine Checkliste mit, an Hand der Sie den Wagen Punkt für Punkt prüfen. Verlassen Sie sich nicht nur auf Aussagen des Verkäufers, schauen Sie stattdessen ganz genau hin, stellen Sie Fragen. Wer die Spielregeln beherrscht, kann sich später so manche negative Überraschung ersparen. Auf diese Punkte sollten Sie unbedingt achten:

  • Denken Sie daran, dass das Preisniveau bei einem Händler auf Grund der ihm obliegenden Vorschriften hinsichtlich Sachmängelhaftung, Steuerlast und Gewinn höher ausfällt als beim Verkauf eines Fahrzeuges „Privat an Privat“. Versuchen Sie sich bereits im Vorfeld ein Bild des Händlers zu machen. Seriöse Verkäufer haben nichts zu verbergen, sie minimieren das Risiko durch eine professionelle Abwicklung. Wählen Sie möglichst einen Autohändler, der seine Mitgliedschaft im „Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V.“, kurz ZDK, nachweisen kann. Diese Händler halten sich bei späteren Unstimmigkeiten u.a. an die Entscheidungen einer Schiedstelle.
  • Achten Sie auf schriftlich festgehaltene Zusicherungen, etwa „Das Fahrzeug ist werkstattüberprüft und unfallfrei“, oder „Inspektion bei Kilometerstand xy durchgeführt“.
  • Bestehen Sie beim Kaufvertrag auf den Anhang einer festgestellten Mängelliste ohne Pauschalangaben wie „Technik ok“ o.ä.
  • Prüfen Sie, ob die Angaben im Inserat mit den vor Ort erklärten Aussagen des Verkäufers übereinstimmen. Wenn möglich, lassen Sie Ihren Kaufvertrag vor Leistung der Unterschrift durch eine unabhängige Person nochmals genau nachlesen.

Finger weg beim Versuch, die Sachmängelhaftung auszuschließen

Jeder Versuch eines Händlers, die sog. Sachmängelhaftung zu umgehen, sollte Sie dazu veranlassen, von einem Kauf des Fahrzeugs Abstand zu nehmen. Hinweise auf diese Vorgehensweise des „Profis“ könnten folgende Formulierungen sein:

  • Verkauf als sog. „Bastlerauto“, obwohl das Fahrzeug als für den Verkehr zugelassen und preislich hochwertig angeboten wurde.
  • Deklaration als Schrottwagen, trotz gegenteiliger Zustandserfassung.
  • Der Käufer ist Kaufmann im Sinne des HGB. Mit dieser Formulierung lässt sich Haftung zwischen Unternehmen und Unternehmer nämlich umgehen! Das gleiche gilt, wenn der Händler einen Privatmann als Verkäufer „vorschiebt“.

Wie erkennen Sie eine Tachometer Manipulation?

Die Polizei bestätigt: Bei etwa einem Drittel aller Gebrauchtfahrzeuge in Deutschland muss mit der Manipulation des Kilometerstandes gerechnet werden. Dieser Tatsache sollten Sie als Käufer ausgesprochen kritisch gegenüber stehen, denn der veränderte Kilometerstand lässt sich kaum nachweisen, da sie zumeist über die Diagnose-Schnittstelle des Fahrzeugs ausgeführt wird. Die Manipulationen sind schnell, einfach und günstig zu haben, erfüllen jedoch den Tatbestand des Betruges und können somit strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.

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Unerfahrenen und technisch nicht versierten Käufern bleibt nur die Möglichkeit der peniblen Kontrolle während der Fahrzeugbesichtigung. Dabei wäre festzustellen, ob der Erscheinungszustand des Fahrzeuges zur angegebenen Kilometerleistung passt. Zu prüfende Bereiche wären beispielsweise abgegriffene Lenkräder, Schalter oder Pedalerie, der Zustand der verbauten Sitze, Reifen, der Verkleidungen oder etwa der Lackoberfläche. Auch der kritische Blick in die Fahrzeugpapiere oder auf im Motorraum angebrachte Ölwechselanhänger könnten Hinweise auf eine eventuelle Tachometer Manipulation ergeben. Nachhaken ließe sich auch bei Kfz.-Werkstätten, die im Inspektionsheft aufgeführt sind. Und auch der Gang zu einem Kfz.-Gutachter könnte sich lohnen. Das Risiko ließe sich weiter minimieren, wenn der Verkäufer Ihnen möglichst viele Belege mit Tachometerstandangaben vorlegen kann, etwa TÜV-Berichte, Reparatur- oder Werkstattrechnungen.

KFZ Bewertung – kostenlose Fahrzeugbewertung

Was lassen die Verbraucher von morgen bei ihren Gebrauchtwagen in nicht allzu ferner Zukunft eigentlich testen und bewerten? Nach welchen Kriterien suchen sie dann den passenden Neu- oder Gebrauchtwagen aus? Eines ist wohl jetzt klar: Die automobile Zukunft hat längst begonnen, die Entwicklung schreitet mit Sieben-Meilen-Stiefeln voran, unsere Autos passen sich ökologischen und technischen Forderungen der Menschen an. „Vernetzung“ heißt das Stichwort hinter dem Steuer, ermöglicht neue Funktionen und Nutzwerte. Die Rolle als Statussymbol wird das Autos der Zukunft behalten, was sich ändert, sind seine Merkmale, abzulesen an de fortschreitenden Elektrofizierung und vor dem Hintergrund neuer, interessanter Nischenprodukte.

kostenlose bewertung - wirkaufendeinautode

Die KFZ Bewertung wird sich neu erfinden müssen

Nachhaltigkeit, gepaart mit Umweltbewusstsein und einer positiven Ökobilanz wird auch künftig dem Fahrspaß zugutekommen. Gleichzeitig wünschen sich viele Autofahrer eine weitgehend maximale Sicherheit, erwarten dabei höchsten Komfort, um von A nach B zu gelangen. Für andere steht im Vordergrund, dass sich ihr Auto als praktisch erweist und eine kostengünstige Mobilität ermöglicht. Gefragt sein werden aktive elektronische Helferlein in Form von weiterführenden Assistenzsystemen und zum Schutz der Insassen. Von solchen System werden allerdings narrensichere Funktionen erwartet, was die Ingenieure und Entwickler vor völlig neue Herausforderungen stellen wird.
An erster Stelle rangieren auf der Wunschliste der Autofahrer Assistenzsysteme, die der Gefahrenerkennung und der aktiven Gefahrenabwehr dienen. Dicht darauf folgen intelligente Stauvermeidung in Verbindung mit der „Car-to-Car“-Kommunikation. Verkehrsführung und Navigation, angezeigt in der Windschutzscheibe, werden nicht nur den Oberklasse-Modellen zur Verfügung stehen müssen. Und die Präsenz des Internets wird mit all seinen Features Einzug halten, für immer mehr Menschen wird das Auto somit auch zum rollenden Arbeitsplatz. Und in brenzligen Situationen oder nach einem Unfall wird der Wagen seine genaue Position per eCall absetzen und automatisch Hilfe herbeiführen.

3D Man accident investigator

KFZ Bewertung prüft den Unterhaltungssektor

Der Wunsch nach ausschließlichem On-Board-Entertainment wird auch in Zukunft steigen, sofern diese Systeme aktiv an Komfort- und Sicherheitsfeatures verknüpft sein sollten. Die Kids von morgen erwarten große Bildschirme, vernetzbare Spielekonsolen. Ausgeprägt bei den Besitzern ist auch die Erkenntnis, sich solche Systeme inklusive dem Angebot kostenpflichtiger Services leisten zu können.
Noch in weiter Ferne sind weitere Systeme, die auf den Wunschlisten der Autofahrer stehen, für die es aber derzeit noch keine technischen (und bezahlbaren) Lösungen gibt. Zu diesen Features zählt die BlackBox, die im Fall der Fälle autark den Unfallbericht schreibt und diesen online an die Versicherung sendet, Diagnosesysteme schlagen im Pannenfall selbstständig Problemlösung bis hin zur passenden Werkstatt vor oder sie rufen automatisch den Pannendienst an.

Das Auto wird zur Mobilitätslösung

Im Auto von morgen erinnert das Smartphone nicht nur an einen wichtigen Termin, es schlägt auch dem Navi vor, die Adresse zu übernehmen und das Ziel anzusteuern. Per Smartphone wird auch eine Reise geplant und es schlägt gleich noch die richtigen Verkehrsmittel vor. Insgesamt stellen sich die künftigen Besitzer ihr Auto als Mobilitätslösung vor, das je nach Bedarf festlegt, welches Verkehrsmittel noch in Frage kommen würde. Vom Auto aus lassen sich Fahrräder anmieten, die Zugverbindung kann gebucht werden und die Bezahlung wird auch gleich wahlweise per Handy oder gar mit dem Autoschlüssel erledigt.
Thomas Weiss, Chefredakteur des AutoScout24 Magazins, bringt die Entwicklung auf den Punkt: „Mobilität könnte sich in Zukunft grundlegend verändern. Diese Veränderungen werden von den Kunden nicht nur akzeptiert, sondern auch zunehmend eingefordert. Werden sie nur mit einem Feature konfrontiert, können sie damit nur begrenzt etwas anfangen. Zeigt man ihnen dagegen ein konkretes Nutzungsszenario, sind sie durchaus aufgeschlossen. Integrierte Mobilitätslösungen werden in Zukunft zur Herausforderung für die Hersteller, die hier Schnittstellen zur bisherigen Mobilitätskonkurrenz zum Beispiel des ÖPNV bereitstellen müssen. Auch der Handel wird betroffen sein, wenn sich die Mobilitätsnachfrage nicht mehr am 100-Prozent-Auto orientiert, sondern Fortbewegungsmittel nach Bedarf nachgefragt werden.“

Gebrauchtwagenbewertung

„Wie unterscheidet sich die Autobewertung im Internet eigentlich vom Gutachten eines Kfz.-Sachverständigen?“ Um diese Frage zu klären, wäre zunächst die Tätigkeit des Gutachters zu beschreiben. Bei diesem Personenkreis handelt es sich um natürliche Personen, die auf einem bestimmten Gebiet, in diesem Falle also dem Kfz.-Handel, über eine besonders hohe Sachkunde in Verbindung mit überdurchschnittlichen Erfahrungen verfügt.
Öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige etwa üben ihren Beruf unter drei vorgeschriebenen Kriterien aus: Objektivität, Unparteilichkeit und Weisungsfreiheit. Die Grundlagen der Aufgabenstellung ist in der Sachverständigenordnung festgeschrieben. Sie gelten nicht nur gegenüber Gerichten oder Behörden, sondern auch gegenüber Privatpersonen, die ein Gutachten in Auftrag geben. Die Bezeichnung „freier und allgemein anerkannter Sachverständiger“ hingegen ist nicht geschützt, unterliegt aber hinsichtlich der Qualifikationen und Erfahrung einem ähnlich hohen Anspruchslevel wie bei vereidigten und bestellten Kollegen.

Grundlegende Informationen

Der Auftraggeber einer Gebrauchtwagenbewertung in Form eines Gutachtens sollte wissen, dass das Ergebnis, es kommt durch einen Vergleich zu ähnlichen Fahrzeugen zustande, stets einen „Wert“ und keinen Preis darstellt. Dieser manifestiert sich nämlich erst beim tatsächlichen Verkauf.
Der Gutachter wertet den sog. Zeitwert eines Fahrzeugs als „abstrakten Begriff“, der nichts darüber aussagt, ob damit de Verkehrs- oder Wiederbeschaffungswert gemeint ist. Alleine die mit einem Verkauf verbundenen Gewährleistungsansprüche ergeben für einen Händler höhere Preise als jene, die ein Käufer gewillt ist, einem Privatverkäufer zu bezahlen.
Die Händler-Verkaufspreise unterscheiden sich demnach durch regionale Gegebenheiten und Faktoren, wie der Händlerdichte. Ein Gutachter wird auch diese Kriterien berücksichtigen und ggf. bei der Wertrecherche berücksichtigen.

Oldtimer vs. Liebhaberpreis

Dem Verkauf eines Oldtimers liegen die sog. Werte der besonderen Vorliebe zugrunde, die der Kfz.-Sachverständige in die Ermittlung des Gesamtwertes einfließen lässt. Dieser Betrag ergibt sich u.a. aus einer gefühlsmäßigen Sonderbeziehung des Verkäufers zum Verkaufsobjekt. Das Resultat eines solchen Gutachtens ist dann der sog. Liebhaberpreis. Er fällt naturgemäß höher aus und wird damit auch dem begrenzten Käuferkreis gerecht. Einen weiteren Einfluss nehmen Bewertungskriterien ie zum Beispiel Baujahr, Restaurationszustand, Seltenheit des Objektes oder etwa die Zuordnung des Fahrzeugs zu einer bekannten oder historischen Person.

Der Fahrzeug-Marktwert

Hierzu führen Sachverständige aus: „Der gemeine Marktwert wird durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Gebrauchtwagens bei einem Verkauf zu erzielen wäre!“ Dies geschieht i.d.R. vor dem Hintergrund der Verkaufsabsicht von „Privat an Privat“ und weist einen anderen Wert aus als die des Händlerverkaufspreises. Übrigens halten Gutachter den Begriff vom Marktzeitwert für irreführend und für das Ziel Ihrer Berechnung als nicht gebrauchsfähig.

Unmittelbare Haftung des Gutachters

Ein weiterer Vorteil bei der Fahrzeugbewertung durch einen Sachverständigen ist dessen persönliche und unmittelbare Haftungsverpflichtung für etwaige Schäden im Zusammenhang mit dem erstellten Gutachten. Dabei müsste ihm allerdings mindestens ein sog. bedingter Vorsatz nachgewiesen werden, oder aber, wenn er mit seinem Gutachten erkennbar die Interessen eines Dritten verfolgt haben sollte.

Traumauto in Hamburg. Wohnort: München. Das Geschäft der Ferntester.

Wenn der perfekte Traumwagen nicht um die Ecke, sondern viele hundert Kilometer entfernt steht, kann der Interessent auch einen Gutachter beauftragen, der sich in seinem Namen als Ferntester engagiert. Im Internet finden sich Angebote, die nicht nur das Fahrzeug checken und eine Probefahrt durchführen, sondern auch die Kaufverhandlungen für ihre Kunden übernehmen. Dass es diese Dienstleistungen nicht umsonst geben kann, ist nur einleuchtend. Die Kosten für den Profi variieren allerdings je nach Aufwand und sollten im Verhältnis zum Kaufobjekt stehen. Ratsam ist es aber in jedem Fall, sich sehr genau mit den Angeboten, den Preisen und den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu beschäftigen. Im Zweifelsfall sollte man lieber einen versierten Prüfingenieur vor Ort mit der Wertschätzung des gebrauchten Traumwagens beauftragen.
Beispiele finden Interessenten hier: www.diepruefer.de, Checkmycar.de, ihr-checker.de, ihr-kaufbegleiter.de und ferntester.de. Einige Anbieter erwarten eine Registrierung, bevor Kaufinteressenten deren unterschiedliche Serviceleistungen von telefonischen Vorab-Checks bis hin zum Fahrzeugkauf in Anspruch nehmen können.

Autowertschätzung kostenlos

Niemand, weder der Verkäufer, noch der Käufer eines Gebrauchtwagens, geht unvorbereitet in die entscheidende Preisverhandlung. Und niemand wird bestreiten, dass dabei das passende Preis- Leistungsverhältnis über den Erfolg entscheidet. In aller Regel wird der Verkäufer zuvor sein Auto schätzen lassen, um sich ein Bild über den Preis zu machen, den er gerne durchsetzen würde. Den umgekehrten Weg wird aber auch der potentielle Käufer gehen, der ein berechtigtes Interesse daran hat, sein neues Fahrzeug nicht über dessen Marktwert zu erwerben.
Doch welche Kriterien spielen bei einer Autowertschätzung kostenlos eigentlich eine Rolle? Der Verband „Markenunabhängiger Fuhrparkmanagementgesellschaften e. V. (VMF)“ hat dazu Standards entwickelt, die seit 2001 Gültigkeit besitzen und unter dem Begriff „Faire Fahrzeugbewertung“ im Bereich von Leasingrücknahmen angeboten werden. Gemäß dem VMF-Standard sind es neun Kriterien, die beim Auto schätzen berücksichtigt werden:

  • Bereifung
  • Felgen
  • Lack
  • Karosserie
  • Verglasung
  • Innenraum
  • Ein- und Ausbauten
  • Fahrzeugzubehör sowie
  • Technik

Damit sind zunächst alle Baugruppen eines Autos erfasst und können somit zum Beispiel durch die Unterteilung in akzeptierte und nicht akzeptierte Auffälligkeiten oder Schäden dokumentiert, berechnet und in die Ergebnisschätzung implementiert werden.

Grundlagen Autowertschätzung kostenlos

Positiv zu beurteilen wären etwa Reifen, die vom Hersteller für das Fahrzeug vorgesehen und zugelassen sind. Die Mindestprofiltiefe, also 2 mm bei Sommer- und 4 mm bei Winterreifen, wären naturgemäß grenzwertig, mindern u.U. also den Gesamtwert. Weisen die Reifen dann noch Beschädigungen wie Risse, Beulen oder Auswaschungen auf, werden sich solche Schäden kaum auf der Habenseite verbuchen lassen.
Zu Folgeschäden, und damit auch zu unerwünschten Kosten für den Käufer, führen durch Steinschlag verursachte Risse in der Windschutzscheibe oder den Scheinwerfern. Auch solche Tatsachen wären bei einer Wertschätzung zu berücksichtigen und wirken sich auf den Endpreis negativ aus. Je nach Alter des Fahrzeuges allerdings muss der Käufer eines Gebrauchtwagens aber mit Abfärbungen im Innenraum rechnen und diese im Grunde genommen akzeptieren. Durch die Sonneneinstrahlung beispielsweise kann es zu Ausbleichungen der Sitzpolster oder Abrieb auf den Sitzwangen kommen. Eine nicht angemessene, durchgesessene Sitzpolsterung dürfte jedoch zur Preisminderung führen.

Oftmals zu niedrig ausfallende Preisermittlungen

Den Wert für das Auto schätzen zu lassen, ist im Zeitalter des Internets kein allzu großes Problem, die meisten Dienstleister in diesem Segment bieten sogar an, die Autowertschätzung kostenlos durchzuführen. Diese Versprechen klingen auf den ersten Blick sehr verlockend, gäbe es da nicht den Begriff der Transparenz zu klären. Oftmals sind es Kriterien wie der Fahrzeugzustand, ein Satz Winterreifen oder auch die Zahl der Vorbesitzer, die bei der Preisschätzung unberücksichtigt bleiben. Das Resultat folgt der Logik – der ermittelte Verkaufspreis entspricht kaum dem tatsächlichen Marktwert des Fahrzeugs.

Problem erkannt, Problem gebannt?

Selbst mehrere vom Verkäufer durchgeführte Bewertungen bei diversen Anbietern ergeben nicht unbedingt befriedigende Ergebnisse. Auch jetzt muss wieder die Logik bemüht werden. Ein Bewertungsportal, das sich gleichzeitig als Ankäufer oder Vermittler des Wagens vorstellt, kann nur ein Interesse daran haben, einen möglichst niedrigen Einstiegspreis zu ermitteln. Ein möglicher Ausweg aus diesem Dilemma wäre der Vergleich aller Ergebnisse, die am Ende zu einem gebildeten Durchschnittspreis führen, an dem sich der Verkäufer in Verhandlungen mit potentiellen Käufern orientiert. Eine Garantie jedoch, den ursprünglich angesetzten Verkaufspreis auch tatsächlich zu erzielen, kann niemand abgeben, Wunschdenken und Realität passen bei dieser Thematik meist nicht zusammen.

Fazit:

Ein Auto schätzen zu lassen, ist für etliche Autobesitzer eher ein Buch mit sieben Siegeln. Daran ändern auch die kostenlosen Angebote der meisten Dienstleister kaum etwas. Ein Vergleich mehrerer Anbieter lohnt sich dennoch, um aus den einzelnen Ergebnissen einen durchschnittlichen Verkaufspreis zu errechnen, der dann als Verhandlungsgrundlage bei Verkaufsgesprächen dienen kann. Als mögliche Alternative könnte das Fahrzeug auch von einem unabhängigen Kfz.-Gutachter bewertet werden, allerdings ist diese Leistung mit Kosten verbunden, der Aufwand dürfte sich i.d.R. also nur für hochwertige, neuere Fahrzeuge lohnen.

Die wertstabilsten Autos

Hier finden Sie die wertstabilsten Autos aller Klassen! Kleinwagen, untere Mittelklasse, Mittelklasse, obere Mittelklasse und Großraum-Limousinen.

Ein Porsche als Sieger aller Klassen der wertstabilsten Autos 2013? Ja, denn laut einer Schwacke Statistik erzielt der Zuffenhausener Luxus-SUV „Cayenne Diesel Tiptronic S“ beim Verkauf als Gebrauchtwagen den Traumwert von 77,3 Prozent des ursprünglichen Listenpreises. Und das mit rund 60.000 Kilometern auf dem Tacho, gefahren in drei Jahren Laufzeit. Bei den SUVs hat auch Wolfsburg mit dem zweiten Platz die Nase ganz weit vorne. Hier macht der VW „Touareg V6 TDI Blue Motion DPF Automatik“ seinen Besitzern Freude. Gut gepflegte Gebrauchte erzielen Verkaufspreise mit einem Anteil von 67,6 Prozent vom Listenpreis. Der 3. Platz fiel übrigens an die 245 PS des BMW X6 xDrive 30d. Welche Fahrzeuge aber gehören noch zu den bei Käufern beliebten Modellen im Ranking um die Gunst der Wertstabilität? autos-blog.de hat einmal nachgehakt. Hier sind die Ergebnisse nach rund 3 Jahren Haltedauer und Tachoständen zwischen 30.000 und 60.000 Kilometern.

Kleinwagen

In diesem Fahrzeugsegment kommt ein Mini ganz groß raus. Platz 1 in Anspruch nehmen darf der Mini Cooper mit 122 PS, Benzinmotor und den laut ADAC höchst seltenen Pannenrufen. Ihm folgt auf dem 2. Platz der Audi A1 1,6 TDI, den 3. Platz belegt – große Überraschung! – der Dacia Sandero 1,4 MPI mit dem 75 PS-starken Benzinmotor.

Untere Mittelklasse

Er gilt als ausgesprochen Pannensicher und diese Eigenschaft sichert dem Nissan Qashqai+2 2.0 (142 PS, Benziner) die letztjährige Führungsrolle. Auf dem nächsten Platz folgt wieder ein Dacia. Dieses Mal ist es der mit 75 PS angetriebene Benziner Logan MCV 1.4. Auch wenn der Audi Audi A3 1.8 TFSI Sportback Quattro mit stolzen 180 PS und Benzinantrieb unterwegs ist, blieb dem Ingolstädter nur der dritte Platz.

Mittelklasse

Ganz nach oben geschafft hat es hier der Audi A3 1.8 TFSI Sportback Quattro mit dieselbefeuerten und starken 170 PS. Aufs Siegerpodest steigen durfte auch der Skoda Superb Combi 1.6 TDI Ambition (2. Platz, 105 PS) sowie der erste Japaner, der Lexus IS 220d Sport Line mit 177 PS unter der Haube.

Obere Mittelklasse

Als besonders wertstabil gilt in dieser Fahrzeugklasse ein Münchner-Erfolgshit, der BMW 525d. Er bringt 204 PS auf die Straße, konnte damit seinen Stuttgarter Erzrivalen, den Mercedes E 200 T CDI DPF BlueEFFICIENCY Elegance auf den 2. Platz verweisen. Das Nachsehen hatte ein 163 PS starker Diesel-Schwede, nämlich der Volvo V70 D3 Kinetic.

Großraum-Limousinen

Die drei Sieger sind Platzwunder und transportieren bei Bedarf die halbe Fußballmannschaft samt Gepäck. Die Hitliste führt der VW Sharan 2.0 TDI BlueMotion Technology Comfortline (140 PS) an, Platz zwei gebührte dem Seat Alhambra 2.0 TDI Ecomotive Style (140 PS), der es vor den Mercedes Viano 2.0 CDI DPF lang Function mit einer Leistungsausbeute von 136 PS aus Stuttgart schaffte.

Das Ranking erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit, noch darauf, dass sich die erwähnten Fahrzeuge besser oder schlechter verkaufen ließen. Zumal sich andere Statistiken deutlich von denen des Anbieters Schwacke unterscheiden können. Zumal man in diesen Fällen auch die einzelnen Testkriterien detailliert herausarbeiten müsste. Und dennoch spiegeln sie das heutige Maß der Dinge wider, dienen als Entscheidungskriterium für Käufer, die sich bewusst einen der Siegertypen in die Garage stellen wollen.
Wie hoch am Ende der tatsächliche Verkaufserlös sein wird, hängt indes von den vielen, kaum kalkulierbaren Kriterien wie Pflegezustand oder Wartungsstau ab, die beim Gebrauchtwagenverkauf eine wesentliche Rolle mitspielen. Beachtenswert wären auch regionale Gegebenheiten, saisonabhängige Kriterien sowie die allgemeine Marktsituation mit ihrem schwankenden und differenzierten Gesamtangebot. Und dennoch haben sich alle vorgestellten Fahrzeuge das Prädikat besonders wertstabil zu sein, redlich und mit Bravour verdient.

(Quelle: Schwacke, 2013)

Was ist mein Auto wert?

Hier behandeln wir die Frage, was ist mein Auto wert.

Wieviel ist mein Auto wert?

Der Wertverlust eines Autos kann anhand von Zahlen und Fakten zumindest anhaltweise prognostiziert werden. Experten berechnen die grundsätzliche Wertminderung bei einer Fahrleistung von jährlich zirka 15.000 Kilometer mit rund 24 Prozent im ersten Jahr nach der Neuzulassung. In den Folgejahren beträgt der Wertverlust dann durchschnittlich rund fünf bis sechs Prozent.

Wussten Sie bereits, dass bundesdeutsche Autofahrer durchschnittlich insgesamt rund 332.000 Euro für das Leben, den Kauf und den Unterhalt ihrer vierrädrigen Begleiter ausgeben? Auf drei Neu- und fünf Gebrauchtwagen bringt es jeder Deutsche in rund 54 Jahren im Schnitt und immer wieder stellt sich für ihn dabei die Frage: „Wieviel ist mein Auto wert?“ Bei stetig steigenden Autokosten werden die Budgets für den fahrbaren Untersatz eine immense Größenordnung. Fachleute haben einmal die folgenden Gesamtkosten errechnet:

  • 116.900 Euro: Diese Summe wird insgesamt für die Anschaffungen der Fahrzeuge investiert
  • 78.900 Euro: Ja, so viel zahlt jeder Autofahrer für den benötigten Sprit im Tank
  • 58.100 Euro: Versicherungen und „Vater Staat“ kassieren kräftig mit
  • 20.300 Euro: Auch die Gargenmiete oder der Garagenkauf kostet Geld
  • 16.900 Euro: So viel geht für die regelmäßige Autowäsche und Pflege drauf
  • 15.200 Euro: Für diese Summe gibt es Verschleißteile und neue Reifen
  • 13.000 Euro: Diese Summe verlangen Werkstätten für die Inspektionen
  • 22.500 Euro: Damit wird durchschnittlich ein Neufahrzeug finanziert

Bei diesen Summen muss die Eingangsfrage: „Was ist mein Auto wert?“ wiederholt und beantwortet werden. Bereits vor dem Kauf und unabhängig davon, ob es ein Neu- oder Gebrauchtwagen sein soll, stellt sich bereits die Frage nach dem künftigen Wertverlust. Die unausweichliche Minderung wird erträglicher, wenn man sich beim Kauf für besonders wertstabil geltende Automodelle entscheidet. In der Gunst der Käufer liegen Volumenfahrzeuge, etwa Audi A4 oder die Golf-Klasse ganz weit vorne. Dennoch gilt: Das Auto verliert Monat für Monat an Wert. Da helfen Rabatte, die günstigste Finanzierung und Versicherung sowie eine spritsparende Fahrweise nur bedingt weiter.

Innere und äußere Faktoren destabilisieren der Autowert

Mit Waschen, Saugen und Polieren alleine ist es natürlich nicht getan. Selbst die sauberste und gepflegteste Hülle eines Autos ist kein Hinweis auf die unter dem Blechkleid verborgene Technik. Beim Verkauf spielen selbst die gewählte Lackierung oder die Ausstattung eine große Rolle. Nicht jeder Käufer will teure Assistenzsysteme und mannigfaltig eingebautes Zubehör über den Kaufpreis honorieren. Auch Tuningmaßnahmen, selbst wenn sie vom Profi durchgeführt wurden, sind keine Garantie dafür, dass man die Investitionssumme beim Verkauf geltend machen kann. Im Gegenteil, das Fahrzeug könnte im schlimmsten Falle sogar zum Ladenhüter werden.
Jeder Autofahrer, der im Leben statistisch betrachtet, gleich mehrfach zum Verkäufer wird, sollte sich bei der Frage „Wieviel ist mein Auto wert“ in die Rolle des potentiellen Käufers hineinversetzen und sich den Ablauf einer Verkaufsverhandlung vorstellen. Käme ein ungepflegtes und schmutziges Fahrzeug für einen selbst in Frage? Spielt die Ausstattung und der technische Zustand eines Fahrzeuges nicht eine wesentliche Rolle? Würden Sie die Verweigerung des Verkäufers nach einer Probefahrt schulterzuckend hinnehmen und ihr angebliches Traumauto dennoch kaufen?

Scheckheftpflege dient der Werterhaltung

Wer größere Reparaturen und teure Folgeschäden bei seinem Auto vermeiden will, sollte sich in jedem Fall an die Inspektionsintervalle des Autoherstellers halten. Das kleine Wörtchen „scheckheftgepflegt“ vor dem Hintergrund der Werterhaltung bringt beim späteren Verkauf nämlich bares Geld. Dann nämlich kann sich der Käufer sicher sein, dass auch die Verschleißteile regelmäßig ersetzt wurden. Auch die Vermeidung von dringenden Reparaturstaus kann beim Verkauf einen höheren Preis rechtfertigen. Übrigens sollten nicht nur Zündkerzen & Co. regelmäßig ersetzt werden, ein weiteres, wichtiges Detail wäre auch der termingerechte Wechsel des Zahnriemens.
Wenn dann noch sämtliche Sicherheitsfeatures,– von der Lenkung bis zum Brems- und Lichtsystem eines Autos funktionieren, kann man als Verkäufer jeder Probefahrt gelassen entgegen sehen.